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Ausruhen von der Abwechslung


Von Krille Füldner

 

 

Die Glocke bimmelt - jetzt schon seit Minuten. Der Krach nimmt zu, scheint immer näher zu kommen. Lohnt es sich, jetzt aus dem bequemen Liegestuhl aufzustehen und den Sonnenplatz im Garten des Ferienhauses zu verlassen – nur um zu erfahren, was da los ist? Anscheinend ja. Denn auf den Wegen Rigelejes strömen die Menschen der Glocke entgegen. Sie wissen, was die laute Unterbrechung der Ferienruhe zu bedeuten hat: Es gibt Eis. Einmal in der Woche fährt der Eismann durch den Ort an der Ostküste des schwedischen Schonens.

 

Weniger sein leckeres Eis, mehr die Pause einer durchaus wohligen Lethargie erinnert an das Leben am anderen Ende der Ferien. Deshalb: Schnell zurück zum roten Schwedenhaus. Ausruhen von der Abwechslung. Am schönsten ist es doch auf dem Liegestuhl. Mal dösen, mal den Blick schweifen lassen. Alle Häuser in Rigeleje sind von großen Gärten umgeben. Birken, Rosenstöcke, Holzschuppen, Vogelhäuschen und natürlich die Sonnenliegen geben ein rundes Bild. Viele der Grundstücke grenzen an den sandigen Waldstreifen. Hier lässt sich besonders gut ein Nickerchen halten, denn wenn der Wind von der richtigen Seite weht, gesellt sich zum Vogelzwitschern das Rauschen der Ostsee hinzu.

 

Frank Stricker genießt die Stille von Rigeleje immer wieder aufs Neue. Vor vier Jahren kauften er und seine Frau Ute ein Häuschen direkt am Waldrand. Seitdem sind die Hannoveraner so oft wie möglich auf ihrem schwedischen Grundstück. „Die ersten drei Tage sind wir hier immer völlig erschöpft. Die saubere Luft und die Stille – von zu Hause sind wir das einfach nicht gewöhnt. Wir sind ständig müde. Schön müde, wohlgemerkt“, sagt Frank und beginnt wie zum Beweis, laut zu gähnen. Dabei sind Rigeleje und die Gegend drum herum nicht langweilig oder ermüdend. Im Gegenteil. Wer doch einmal aktiv werden möchte, schält sich ausgeschlafen aus dem Liegestuhl und springt aufs Fahrrad. So wie Frank und Ute: „Die meisten Radwege führen hier über Nebenstraßen oder sogar über eine stillgelegte Eisenbahntrasse.“ Die Radler müssen sich nicht durch Blechlawinen kämpfen und sehen viel von der Aalküste, wie dieser Abschnitt an der Ostsee heißt.

 

Entlang der Aalküste gibt es im Abstand von einigen hundert Metern etwa fünfzig „Ålebodar“, Aalhütten. Gleich am Ortsrand von Rigeleje steht die Rompehütte, mit 250 Jahren eine der ältesten. Früher wohnten darin die Aalfischer, fuhren von dort aus in die Hanöbucht und anschließend den Fisch nach Hause, um ihn zu räuchern und zu verkaufen. Die Namen der Hütten weisen auf eine bewegte Geschichte hin. Eine der „Ålebodar“ heißt Schmugglerhütte. „Einmal im Jahr wird es hier richtig laut“, erzählt Frank. Anfang August finden Aalpartys statt – eine Tradition, von der eigentlich niemand wissen dürfte, was sie so besonders macht. Denn in der Gegend erzählen sich die Einheimischen: „Eine Aalparty ist eine Aalparty, wenn ein paar Männer in der Abenddämmerung eine Aalhütte betreten , um den fetten Fisch zu essen, und erst im Morgengrauen wieder heraustreten und niemand weiß, was passiert ist – schon gar nicht die, die dabei waren.“ Frank und Ute waren schon mehrmals dabei – und sind sich sicher: „Es war toll“.

 

Am südlichen Ende der Aalküste, ungefähr eine Fahrradstunde vom Ferienhaus in Rigeleje entfernt, liegt Kivik. Das Städtchen ist für seine Unmengen an Äpfeln bekannt. Jeder dritte Apfel in Schweden kommt aus Kivik. Frank und Ute radeln immer wieder gerne hierher. Allerdings weniger wegen der Äpfel. Davon haben sie genug im eigenen Garten. „Für mich ist Kivik ein magischer Ort“, sagt Ute und spielt damit auf das größte schwedische Ganggrab an. „Ist das nicht faszinierend? Über dreitausend Jahre hinweg haben hier Menschen gelebt, ohne zu ahnen, an welch bedeutendem Platz sie waren“. Das Königsgrab aus der Bronzezeit wurde erst im 18. Jahrhundert entdeckt. Von außen sieht es aus wie ein großer runder Kreis. Im Innern der Kammer weisen die Zeichnungen auf den Steinplatten den Weg ins Totenreich. Reizvoller, weil mit Aussicht auf Ruhe im Garten, ist der Weg zurück nach Rigeleje.

 

Ankommen im Garten, rauf auf die Liege. Ausruhen von der Abwechslung und in der Sonne braten. Dies scheinen in Rigeleje Häuschenbesitzer und Ferienhausmieter ständig zu tun. Wie schön wäre jetzt eine Erfrischung. Ein Eis müsste her. Stille in Rigeleje. Die Glocke bimmelt heute nicht.

 

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Programm 2012





Rita Weinert



Liebe Medienfreunde,

wollen Sie im neuen Jahr etwas dazu lernen? Vielleicht twittern, bloggen, redigieren, Artikel schreiben oder wollen Sie Ihren ersten Fernsehbeitrag drehen?

      

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040/30620-1140. 

 

Wir freuen uns auf Sie!

 

Rita Weinert

Leiterin des Medienbüros

  



Teilnehmer äußern sich




Annette Casper hat das Seminar Presse-arbeit im November 2011 besucht. Sie schreibt: 

Ganz herzlichen Dank für das tolle PR-Seminar mit Frau Weinert und Frau Müller. Es hat mir nicht nur kompakt und knackig alles Wichtige zum Thema Pressearbeit vermittelt, es hat dabei auch richtig Spass gemacht! Und bereits jetzt, 14 Tage später, habe ich die ersten PR-Meldungen erfolgreich im Internet platziert. Die Anreise von der Schweiz hat sich wirklich gelohnt.



Michael Latz hat an dem Kurs Video-journalis-mus: Online im Oktober 2011 teilge-nommen. Er schreibt:


Viel Zeit zum Üben und die Theorie kurz und knackig - so muss ein Seminar sein. Ein klasse Einstieg für alle, die noch nie mit bewegten Bildern gearbeitet haben.Top waren auch Markus Böhnisch als Dozent, die professionelle technische Ausstattung und der faire Preis!

 

 


 

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